Ursachen von Windeldermatitis

Die Haut von Babys ist sehr empfindsam und reagiert sehr viel schneller auf Reizungen als die Haut von Erwachsenen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass nahezu jedes Baby zumindest einmal eine sogenannte Windeldermatitis entwickelt. Die Ursachen eines wunden Popos sind dabei sehr vielseitig. Nicht jede Babyhaut gleicht der anderen und reagiert auf die gleichen Reizstoffe, so kommt es bei dem einen Kind sehr häufig dazu, bei anderen Babys hingegen eher selten.

 

Wichtig!:

Machen Sie sich keine Vorwürfe, oft spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die wir nur in Maßen beeinflussen können.

 

Äußere Faktoren

Generell stellt das feucht- warme Klima in der Windel verbunden mit zu wenigen Belüftungsphasen die Weichen für die Empfindsamkeit der zarten Babyhaut. Durch die Nässe und dem Wärmestau kommt es zum Aufweichen der Hautschichten, die wiederum dadurch zum Teil ihre eigentliche Schutzfunktion verlieren und jetzt durchlässiger für verschiedene Reizstoffe werden.

Insbesondere bei Pflege – und Reinigungsprodukten ist daher die richtige Auswahl zu treffen. Diese sollten frei von Konservierungsmitteln, Duftstoffen und Alkohol sein um die ohnehin bereits empfindsame Babyhaut nicht noch mehr zu belasten.

Auch die Wahl der Windel kann Einfluss auf einen wunden Po haben, so reagieren einige Baby- Popos empfindsam auf chlorgebleichte Windeln, vor allem wenn zusätzliche Faktoren hinzu kommen, wie schlecht sitzende Höschen, welche die schmerzhafte Haut einengen können.

Zu selten ausgetauschte Windeln, getränkt mit Urin und Stuhl verschlimmern das Wundsein darüber hinaus. Ist das Kind zudem vielleicht noch erkältet, hat der Urin einen anderen PH- Wert, der wiederum sein Übriges dazu beiträgt.

 

 Innere Faktoren

 In vielen Fällen kann der Beikoststart zu einer Windeldermatitis führen, da das Verdauungssystem noch nicht ausgereift ist und so verschiedene Lebensmittel den Bereich um den After reizen, dies sind insbesondere säure – und zuckerhaltige Nahrungsquellen. Oftmals ist auch die Rede davon, dass die Ernährung der Mutter eine Rolle spielt, da die Babys provozierende Stoffe über die Muttermilch aufnehmen und über den Vertrauungstrakt beim Ausscheiden den Afterbereich ebenfalls in Mitleidenschaft ziehen. Diese These wird jedoch häufig in Frage gestellt und ist nicht eindeutig nachweisbar.

Wenn die Kleinen die ersten Zähnchen bekommen, sorgt das nicht nur für freudige Momente, neben den  oftmals schlaflosen Nächten, führt das Zahnen durch veränderte Verdauungsenzyme bei einer Vielzahl aller Babys zu einem wunden Po. Besonders intensiv wirkt sich einhergehender Durchfall aus.

Ähnlich verhält es sich bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten, beispielsweise Antibiotikum, die das Immunsystem zeitweise außer Gefecht setzen und somit eine Windeldermatitis begünstigen.

 

Windelsoor

In einigen Fällen leidet das Baby auch unter einer Pilzinfektion, dem sogenannten Windelsoor, der durch einen Hefepilz hervorgerufen wird. Dieser ist in der Regel im menschlichen Körper weit verbreitet, ohne eine Gefährdung dazustellen. Bei Babys oder geschwächten Erwachsenen kommt es aufgrund des noch nicht vollständig ausgeprägten Abwehrsystems manchmal zur verstärkten Vermehrung des Pilzes, das feucht- warme Windelmilieu bietet zudem optimale Voraussetzungen dafür.

 

 

Ursachen in Kürze:

  • Feucht- warmes Klima und wenig Belüftung führen zum Aufweichen der Haut und somit zum Verlust der Schutzfunktion
  • Reizstoffe in Pflege –und Reinigungsprodukten
  • Windelwechsel erfolgt zu selten
  • Reizung durch chlorgebleichtes Windelmaterial
  • Schlechter Sitz der Windel, falsche Größe
  • Höherer konzentrierter Urin, z.B. durch Erkältung
  • Einführung der Beikost
  • Nahrung der Mutter (Säuren und Scharfstoffe)
  • Zahnen, das Immunsystem geschwächt und somit anfälliger für Reizungen
  • Durchfall, Verdauungsenzyme reagieren besonders aggressiv
  • Wechselwirkungen von Medikamenten, z.B. Antibiotikum
  • Pilzinfektion (Windelsoor)

 

 

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